Royal

Ablehnung der Haftentlassung für Marius Borg Høiby

today10. Juni 2026 3

Hintergrund
share close

Ein norwegisches Berufungsgericht hat entschieden, dass Marius Borg Høiby, der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, wegen einer hohen Rückfallgefahr nicht aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Zuvor hatte ein Gericht in Oslo seiner Freilassung mit einer elektronischen Fußfessel aus familiären Gründen zugestimmt, wogegen die Staatsanwaltschaft jedoch erfolgreich Berufung einlegte. Høibys Verteidigung zeigte sich enttäuscht und erwägt nun den Gang vor den Obersten Gerichtshof. Erschwert wird die Situation durch den anstehenden Abschluss seines Strafprozesses: Bereits am kommenden Montag wird das Urteil gegen den in 40 Punkten Angeklagten erwartet. Ihm wird unter anderem die Vergewaltigung von vier schlafenden Frauen vorgeworfen, wofür die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten fordert.

Høiby hatte seine Freilassung ursprünglich beantragt, um bei seiner lebensbedrohlich erkrankten Mutter sein zu können, da jeder Besuch im Gefängnis ihr letzter sein könnte. Kronprinzessin Mette-Marit leidet an unheilbarer Lungenfibrose, ist mittlerweile im Alltag auf ein Sauerstoffgerät angewiesen und steht seit Kurzem auf der Warteliste für eine Lungentransplantation. Laut Medienberichten bedeutet dies, dass sie ohne eine Spenderlunge eine Lebenserwartung von maximal einem Jahr hätte. Ihr ohnehin kritischer Gesundheitszustand wurde durch den Prozess gegen ihren Sohn und vergangene Skandale zusätzlich belastet. Die ernste Lage der Familie zeigt sich auch daran, dass Erbprinzessin Ingrid Alexandra ihr Studium in Australien unterbrochen hat, um nach Hause zurückzukehren, und Kronprinz Haakon eine Reise nach Japan vorzeitig beendete.

Geschrieben von: redaktion

Rate it

Beitrags-Kommentare (0)

Hinterlassen Sie eine Antwort