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Nichtdabeisein ist alles (mit Ann-Kathrin Hipp) Micky Beisenherz & Studio Bummens
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Anne Heche - die Frau, die jemand anderes war
Die jüngste Tarifreform des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) sorgt in Herne für massiven Unmut und stellt die Mobilitätswende auf den Kopf. Während der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eigentlich attraktiver und erschwinglicher werden sollte, erleben Fahrgäste in Herne das genaue Gegenteil: Die Preise explodieren regelrecht. Ein besonders extremes, aber reales Beispiel verdeutlicht das Ausmaß der Preissteigerungen: Für eine Kurzstrecke von gerade einmal 600 Metern müssen Fahrgäste im neuen Tarifsystem sage und schreibe 7,80 Euro bezahlen. Was als soziale und ökologische Alternative zum Auto gedacht war, wird so für viele Bürger unbezahlbar.
Die Ursache für diese drastische Verteuerung liegt paradoxerweise in der geografischen Lage und der Struktur von Herne selbst. Durch die Neuordnung der Tarifwaben und Preisstufen im VRR-Gebiet geraten Pendler und Gelegenheitsfahrer in Herne weitaus stärker ins Hintertreffen als in anderen umliegenden Großstädten. Schon bei minimalen Distanzen, die über alte Tarifgrenzen hinweggehen oder durch die neue Systematik ungünstig berechnet werden, schnellt der Ticketpreis in astronomische Höhen. Ein Zustand, der bei den Betroffenen vor Ort für fassungsloses Kopfschütteln sorgt.
Diese Entwicklung führt zu einer absurden Verschiebung auf dem Mobilitätsmarkt: Uber ist plötzlich billiger als der klassische Linienbus. Wer in Herne kurze oder mittlere Strecken zurücklegen möchte, fährt mit dem privaten Vermittlungsdienst oft nicht nur komfortabler und flexibler von Tür zu Tür, sondern schont dabei auch noch den Geldbeutel. Wenn der ÖPNV teurer wird als eine Fahrt im privaten Pkw oder via App-Vermittlung, verliert er seine Daseinsberechtigung als Massentransportmittel für jedermann. Für Herne bedeutet die Tarifreform damit einen herben Rückschlag im Bemühen, den innerstädtischen Verkehr klimafreundlicher zu gestalten.
Geschrieben von: redaktion
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