Remscheid

Prozess nach großem Waffenfund in Remscheid startet

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Hintergrund
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Von heute an beginnt vor dem Wuppertaler Landgericht der Prozess gegen drei Angeklagte nach einem enormen Waffenfund in Remscheid. Angeklagt sind ein 60-jähriger mutmaßlicher Waffenhändler sowie zwei Remscheider im Alter von 35 und 38 Jahren. Sie sollen die Waffen weiterverkauft haben.

Dem Prozess gingen umfangreiche Ermittlungen der Polizei voraus. Ende Oktober vergangenen Jahres durchsuchten Einsatzkräfte eine Werkstatt in Remscheid. Dabei entdeckten sie zunächst mehrere Gewehre aus dem Zweiten Weltkrieg sowie Munition und Sprengmittel. Hinter eingezogenen Wänden fanden die Ermittler anschließend drei weitere versteckte Waffenkammern. Insgesamt stellten sie rund 300 scharfe Waffen und etwa 100.000 Schuss Munition sicher. Der Hauptangeklagte wurde wenig später auf der A1 festgenommen.

Nach Angaben der Wuppertaler Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen der größten Waffenfunde in der Geschichte der Bundesrepublik. Kurz vor Prozessbeginn wurde ein neuer Zeuge bekannt, der den Hauptangeklagten schwer belasten soll. Bei einer Vernehmung in Polen habe der Zeuge ausgesagt, der 60-Jährige habe mit einer dreistelligen Zahl von Waffen gehandelt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft seien diese Waffen bislang nicht in Remscheid gefunden worden. Dem Hauptangeklagten droht im Falle einer Verurteilung eine lange Haftstrafe. Alle drei Angeklagten müssen sich wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Waffengesetz verantworten.

Geschrieben von: Yanyu Zheng

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