Fußball-WM 2026

WM 2026: Späte Anstoßzeiten bremsen Umsatzhoffnungen der Gastronomie

today7. Juni 2026 10

Hintergrund
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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht für die deutsche Gastronomie vor einer wirtschaftlichen Herausforderung: Aufgrund der Zeitverschiebung zu den Austragungsorten in den USA, Kanada und Mexiko beginnen mehr als die Hälfte der Partien nach Mitternacht (MESZ), was die erhofften Umsatzschübe erheblich dämpft. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) prognostiziert der Branche zusätzliche Einnahmen von 67,4 Millionen Euro; wären die Spiele wie gewohnt um 19 Uhr angesetzt, läge dieser Wert bei knapp 103 Millionen Euro. Insgesamt wird für die deutsche Wirtschaft – inklusive Einzelhandel, Fanartikel und Werbebranche – ein Mehrumsatz von rund 400 Millionen Euro erwartet, wobei die Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt vernachlässigbar sind.

Experten gehen davon aus, dass die Mehrheit der Fans die Spiele in den eigenen vier Wänden verfolgen wird, da lediglich vier Prozent der Zuschauer Begegnungen in der tiefen Nacht in Gaststätten sehen dürften. Für Wirte wird die Veranstaltung damit zu einem kalkulatorischen Kraftakt, da hohe Fixkosten für Technik, Personal, GEMA-Gebühren und spezielle Übertragungslizenzen anfallen. Der Branchenverband Dehoga blickt daher mit deutlich gedämpfteren Erwartungen auf das Turnier als auf die Heim-EM 2024. Ob das Turnier dennoch ein Erfolg wird, hängt maßgeblich vom Erfolg der DFB-Elf ab: Wie bei der WM 2014 in Brasilien ist die Hoffnung der Gastronomen, dass ein tiefes Turnier-Auskommen der Nationalmannschaft trotz der ungünstigen Anstoßzeiten für volle Kneipen sorgt.

Geschrieben von: redaktion

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