Mobilität

Fernverkehr auf der Schiene: Palla warnt vor „ungesteuertem Wettbewerb“ im Fernverkehr

today2. Juni 2026 9

Hintergrund
share close

Der deutsche Schienenpersonenfernverkehr steht vor einem potenziell harten Konkurrenzkampf, da das italienische Bahnunternehmen Italo plant, ab 2028 in den bislang zu rund 95 Prozent von der Deutschen Bahn (DB) dominierten Markt einzusteigen. Italo beabsichtigt, die lukrativen Metropolen-Verbindungen zwischen München, Frankfurt, Köln und Dortmund sowie zwischen München, Berlin und Hamburg in dichten Takten zu bedienen. Für diese Investition fordert das Unternehmen von der Bundesnetzagentur jedoch mehr Planungssicherheit: Konkret verlangt Italo die Wiedereinführung von langfristigen Rahmenverträgen zur Trassenvergabe, die in Deutschland seit 2017 abgeschafft sind, sowie eine feste Reservierung von Mindestkapazitäten für neue Marktteilnehmer.

Angesichts dieser Pläne ruft DB-Fernverkehrschefin Evelyn Palla die Politik dazu auf, regulierende Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Deutsche Bahn warnt vor den Folgen eines ungesteuerten Wettbewerbs: Sollten die gewinnbringenden Hauptstrecken an Konkurrenten fallen, drohe ein massiver Abbau von Fernverkehrsangeboten in der Fläche, da weniger rentable, ländliche Regionen dann nicht mehr querfinanziert werden könnten. Wettbewerb dürfe laut Palla kein Selbstzweck sein, der letztlich nur den ohnehin gut angebundenen Ballungsräumen zugutekommt.

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Geschrieben von: redaktion

Rate it

Beitrags-Kommentare (0)

Hinterlassen Sie eine Antwort