Klima

Hambacher Forst: „Hambi“ soll Urwald werden

today10. Juni 2026 3

Hintergrund
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Der Hambacher Forst, der als bundesweites Symbol für den Widerstand gegen die Braunkohleverstromung bekannt wurde, wird dauerhaft als Wildnisentwicklungsgebiet unter Naturschutz gestellt und darf ungestört zu einem Urwald heranwachsen. Darauf haben sich die NRW-Landesregierung, Kommunen, Naturschutz, Landwirtschaft und der Eigentümer RWE verständigt. Der Energiekonzern wird die forstwirtschaftliche Nutzung einstellen und das Gebiet spätestens 2035 in öffentliches Eigentum übertragen; ein rechtsverbindlicher Vertrag hierzu soll bis Ende 2026 geschlossen werden. Begleitend zu den Schutzmaßnahmen werden zwei Waldverbundkorridore zur Steinheide und zum Merzenicher Erbwald eingerichtet, um die Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu vernetzen. Die Rekultivierung des Tagebaus und dessen geplante Flutung zu einem See laufen währenddessen unabhängig weiter. Nach den jahrelangen umweltpolitischen Konflikten, die 2018 in einer großangelegten Räumungsaktion gipfelten und erst 2020 durch den Kohle-Kompromiss beigelegt wurden, werten Politik und Naturschutzverbände diese neue Einigung als historischen Meilenstein zur ökologischen Wiederbelebung und zur endgültigen Befriedung der Region.

Geschrieben von: redaktion

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