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Wer beim Tomaten gießen kühlen Kopf bewahrt, kann auf eine reiche Ernte hoffen. Welche Faustregeln gelten und warum Wasser aus der Leitung den Pflanzen schadet.
Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von mehr als 27 Kilogramm pro Jahr sind Tomaten das mit Abstand beliebteste Gemüse der Deutschen. Sie landen in gemischten Salaten, werden mit Mozzarella und Basilikum gereicht, verfeinern Pasta in Form von Tomatensoße oder werden einfach so genascht. Weil der Anbau vergleichsweise unkompliziert ist und Tomaten recht pflegeleicht sind, werden sie gern in Töpfen auf dem Balkon, in Beeten im Garten oder dem Gewächshaus gezüchtet. Das macht nicht nur Spaß und schmeckt lecker – Tomatenliebhaber sparen damit auch viel Geld.
Damit die Ernte auch in diesem Sommer wieder reichlich ausfällt, soll es im Folgenden um einige Faustregeln und Fehler beim Tomaten gießen gehen.
Oberste Regel bei Tomaten, die im Gewächshaus gezogen werden: Die Pflanzen müssen deutlich häufiger gegossen werden, da sie vom Regenwasser abgeschottet sind. Umso wichtiger ist hier, regelmäßig zu prüfen, ob genug Feuchtigkeit im Boden ist. Faustregel: Ist der Boden in zwei Zentimetern Tiefe trocken, sollte gegossen werden. Klarer Vorteil von Tomaten, die im Gewächshaus wohnen: Ihre Blätter sind vor Regenwasser und damit auch möglichen Krankheitserregern und Pilzbefall geschützt. Wer nun noch Tontöpfe neben den Pflanzen platziert, diese an der Unterseite mit einem kleinen Loch versieht und regelmäßig von oben befüllt, sorgt nicht nur fürs perfekte Gießtempo, sondern schiebt der gefürchteten Braunfäule endgültig den Riegel vor.
Manch einer hört das vielleicht nicht allzu gern – aber es kommt tatsächlich auf die Größe an. Jedenfalls, wenn es um die Menge des Gießwassers bei Tomaten geht. Große und kräftige Tomaten haben an heißen Sommertagen auch großen Durst. Bis zu zwei Liter Wasser können und werden die Wurzeln dann aufnehmen. Kleinere Pflanzen kommen meist mit einem halben Liter pro Tag aus. Versuchen Sie ein Gespür dafür zu entwickeln, wie viel Wasser Ihre Schützlinge brauchen. Gießen Sie zu viel, werden möglicherweise wichtige Nährstoffe aus dem Boden geschwemmt. Bei Starkzehrern wie Tomaten ist das keine gute Idee.
Kalt und kalkhaltig. Genau das mögen Tomaten überhaupt nicht. Weich und wohltemperiert, lautet die Devise. Nutzen Sie im Idealfall das Wasser, das Sie in der Regentonne gesammelt haben. Geht das Wasser darin zur Neige, behelfen Sie sich am besten mit einem kleinen Trick. Füllen Sie die Regentonnen mit Leitungswasser auf. Sollte die Tonne ganz leer sein, lassen Sie das umgefüllte Leitungswasser einige Tage dort stehen. Danach können Sie es zum Tomaten gießen verwenden.
Geschrieben von: redaktion
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