Fußball-WM 2026

Der ungeliebte Erfolg: Wie ein Ökonom den WM-Sieger 2026 berechnet

today11. Juni 2026 4

Hintergrund
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Ursprünglich wollte der Ökonom Joachim Klement die vermeintliche Selbstüberschätzung seiner Zunft ad absurdum führen und entwickelte als „Schnapsidee“ ein Prognosemodell für Fußball-Weltmeisterschaften. Zu seiner eigenen Überraschung lag er damit jedoch dreimal in Folge richtig und tippte die Weltmeister von 2014, 2018 und 2022 korrekt. Das Modell basiert auf einem Stärkeranking, das vier zentrale Faktoren kombiniert: die Bevölkerungsgröße als Talentpool, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf für die Nachwuchsförderung, das Klima für ganzjährige Trainingsbedingungen sowie die FIFA-Weltrangliste für die aktuelle Generationen. Ohne weitere Faktoren würde das derzeit stärkste Team, Frankreich, gewinnen. Durch die tiefergehenden Simulationen des Modells ergibt sich jedoch eine Überraschung: Die Niederlande werden trotz eines sehr schweren Weges die WM 2026 gewinnen.

Für das deutsche Team prognostiziert Klement dagegen ein frühes Aus. Nach einem souveränen Gruppensieg und einem Erfolg gegen die USA im Sechzehntelfinale soll im Achtelfinale gegen die spielerisch überlegenen Franzosen Schluss sein. Eine weitere große Überraschung der Simulation ist das vorzeitige Ausscheiden von Brasilien im Sechzehntelfinale gegen Japan. Trotz der bisherigen Erfolgsquote schränkt Klement jedoch ein, dass seine wissenschaftlichen Berechnungen nur etwa die Hälfte des Spielergebnisses erklären können – der Rest bleibt dem Zufall und der Tagesform überlassen.

Geschrieben von: redaktion

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