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Am 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump findet auf dem Südrasen des Weißen Hauses ein umstrittenes Kampfsportspektakel der Ultimate Fighting Championship (UFC) statt. Obwohl die Veranstaltung offiziell mit dem anstehenden 250. Unabhängigkeitstag der USA begründet wird, sehen Kritiker darin – ähnlich wie bei der Militärparade zu Trumps 79. Geburtstag – ein inszeniertes persönliches Geschenk für den Präsidenten. Trump gilt als bekennender Fan des realen, oft blutigen Mixed-Martial-Arts-Sports (MMA) und ist eng mit UFC-Chef Dana White befreundet. Für das Event wurde auf dem Regierungsgelände eine gewaltige, überkuppelte Käfig-Arena für über 4.000 Zuschauer errichtet, während ein begleitendes Fan-Fest im nahegelegenen Ellipse-Park rund 120.000 Besucher anzieht und zu großflächigen Straßensperren in Washington führt.
Die Veranstaltung steht massiv in der Kritik. Gegner werfen Trump vor, der UFC die exklusive Kulisse des Weißen Hauses für private, gewinnorientierte Zwecke zu überlassen. Eine gerichtliche Klage gegen das Spektakel scheiterte jedoch aus formalen Gründen. Zudem geraten finanzielle Verstrickungen in den Fokus: Trump besitzt seit März Aktien des UFC-Mutterkonzerns, und die Übertragungsrechte liegen beim Streamingdienst Paramount+, der von der Familie des Trump-Unterstützers und Software-Milliardärs Larry Ellison kontrolliert wird. Als Reaktion auf das Event organisiert die Protestbewegung „No Kings“ gemeinsam mit dem „Committee for the First Amendment“ landesweite Gegenveranstaltungen. Statt klassischer Straßendemos wird zu privaten „Watch Parties“ aufgerufen, bei denen ein Konzert in New York mit prominenten Stars wie Jane Fonda, Julia Roberts und Patti Smith verfolgt werden soll. Diese Aktion soll ein Zeichen für den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung setzen und die dort verankerten Grundrechte gegen befürchtete autokratische Tendenzen verteidigen.
Geschrieben von: redaktion
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