Kino

Berben & Lauterbach: Romantik-Premiere mit Anlaufschwierigkeiten

today1. März 2026 11

Hintergrund
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Endlich ist es so weit: In der Romantik-Komödie „Ein fast perfekter Antrag“ spielen Iris Berben (75) und Heiner Lauterbach (72) zum ersten Mal ein Liebespaar. Dass die Chemie zwischen den Schauspiel-Legenden stimmt, steht außer Frage – doch der Film kämpft mit einer typischen Genre-Schwäche.

Die Story: 40 Jahre Funkstille

Walter (Lauterbach) ist ein eigenwilliger Witwer mit einem Hang zu akribischen Online-Bewertungen. Als er in einem Sushi-Restaurant zufällig seine Jugendliebe Alice (Berben) wiedertrifft, will er die Schmach seines damals missglückten Antrags wiedergutmachen.

Doch Alice ist heute eine unabhängige Kunstprofessorin und wenig begeistert von dem – in ihren Augen – verstockten Egozentriker. Um sie zu beeindrucken, schreibt sich Walter kurzerhand in ihre Vorlesungen an der Uni Regensburg ein.

Das „Aber“: Zu viel Eile, zu wenig Tiefe

Trotz der „klugen Choreographie“, von der Berben schwärmt, lässt das Drehbuch von Regisseur Marc Rothemund einige Wünsche offen:

  • Der Wandel: Walters Entwicklung vom Eigenbrötler zum toleranten Romantiker wirkt oft abrupt und aufgesetzt.

  • Die Motivation: Es bleibt unklar, was die beiden nach vier Jahrzehnten eigentlich aneinander fasziniert.

  • Das Tempo: Das Skript hetzt förmlich zum obligatorischen Happy End, ohne den Charakteren Raum zur Entfaltung zu geben.

Lichtblicke: Regensburg und Reife

Abseits der Schwächen punktet der Film mit seiner Einstellung zum Älterwerden. Wilde Sexszenen brauchen beide Darsteller laut eigener Aussage nicht – dafür plädiert Berben für mehr Filme, die zeigen, dass das Bedürfnis nach Liebe und „Gesehenwerden“ keine Altersgrenze kennt.

Ein heimlicher Star stiehlt den Profis zudem fast die Show: Die Stadt Regensburg. Die malerische Altstadt an der Donau dient als frische, unverbrauchte Kulisse und verleiht dem Film den nötigen optischen Zauber.


Unser Fazit: Ein charmanter Feel-Good-Movie für Fans der Hauptdarsteller, der leider etwas zu sehr auf Nummer sicher geht.

Geschrieben von: redaktion

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