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“Neue Geschichten vom Pumuckl”

today11. Oktober 2023 6

Hintergrund
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Kinder und deren Eltern, aber auch jede Menge Fans der ersten Stunde waren gekommen, um zu sehen, ob die neuen Pumuckl-Abenteuer mit dem beliebten, vom BR koproduzierten Serien-Original aus den 80er-Jahren mithalten können. Die Vorzeichen waren gut: Regie geführt hat der auf bairische Geschichten spezialisierte Marcus H. Rosenmüller, Florian Brückner spielt den Neffen von Meister Eder und Kabarettist Maxi Schafroth leiht dem Pumuckl seine Stimme.

Das Besondere: Wenn die Serie Ende des Jahres im Programm von RTL anläuft, kann zwischen Schafroths Stimme und der mittels Künstlicher Intelligenz rekreierten Stimmlage von Originalsprecher Hans Clarin gewählt werden. Die war auch in den drei Folgen zu hören, die beim Münchner Filmfest gezeigt wurden: Das Ergebnis ist verblüffend. Bis auf wenige Ausnahmen klingt Pumuckl wirklich wie früher.

Auch sonst wird die Neuauflage dem Original in vielerlei Hinsicht gerecht: Es wird viel Dialekt gesprochen und die vor 40 Jahren abgerissene Schreiner-Werkstatt wurde im Studio detailgetreu nachgebaut. Das gilt auch für die Inneneinrichtung: Die Holzlatten hinter der Werkstatttür fallen noch immer bei jeder Gelegenheit um, die Türklinke ist lose, die Stufe im ersten Stock verleitet zum Stolpern. Pumuckls Bett steht in der ersten Folge noch recht eingestaubt links vom Innenhoffenster und Ilse Neubauer, eine der wenigen noch lebenden Originaldarstellerinnen, kehrt als Hausmeisterin Stürtzlinger zurück. Sie ist ein emotionaler Anker für die Fans der Originalserie, hängt dem Neffen von Meister Eder mit dem Kommentar “Des hab ich doch gern gemacht” ungefragt rote Geranien ans Fenster der wiedereröffneten Werkstatt und entlockt den Zuschauern nostalgisches Seufzen, wenn sie über den von Gustl Bayrhammer verkörperten Meister Eder sagt: “Solche Kaliber gibt’s heut gar nimmer.”

Dass Meister Eder verstorben ist, wird offen thematisiert. Eine sehr emotionale Folge handelt davon, wie Neffe Florian Eder dem Pumuckl erklärt, was Totsein bedeutet. Auch das Grab besuchen die beiden – und sorgen natürlich für jede Menge Chaos auf dem Friedhof. Auch Rückblenden zu Meister Eder soll es geben. Ernst und Klamauk, Nostalgie und moderne Weiterentwicklung halten in den drei gezeigten Folgen perfekt die Balance. Ob auch die anderen Episoden der 13-teiligen Serie da mithalten können, zeigt sich Ende des Jahres.

Geschrieben von: redaktion

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