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In einem dramatischen Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Vancouver hat sich die Schweiz mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen den Mitfavoriten Kolumbien durchgesetzt, nachdem es nach 120 torlosen Minuten 0:0 gestanden hatte. Damit erreichten die Schweizer um Kapitän Granit Xhaka zum ersten Mal seit 72 Jahren wieder ein WM-Viertelfinale und bewahrten sich die Chance auf den erstmaligen Einzug in ein Halbfinale. Trotz eines Fehlschusses von Manuel Akanji im Elfmeterschießen behielt die Schweiz die Nerven; der ehemalige Augsburger Ruben Vargas verwandelte schließlich den entscheidenden Penalty.
Das Spiel vor 52.497 Zuschauern – unter denen sich auch der designierte deutsche Bundestrainer Jürgen Klopp befand – war von defensiver Stabilität geprägt. Während die Schweizer Abwehr den kolumbianischen Bayern-Star Luis Diaz erfolgreich neutralisierte, blieb auch der sichtlich gealterte Fanliebling James Rodríguez weitgehend wirkungslos und wurde nach 66 Minuten ausgewechselt. Die Schweiz, die auf den verletzten Jungstar Johan Manzambi verzichten musste, verbuchte durch dessen Ersatz Fabian Rieder einige Offensivaktionen, während auf der Gegenseite BVB-Keeper Gregor Kobel einen gefährlichen Schuss von Gustavo Puerta parierte. In der Verlängerung drückte Kolumbien massiv auf die Führung und scheiterte unter anderem durch einen Lattenkopfball von Jhon Lucumi, während der Schweizer Zeki Amdouni kurz vor dem Abpfiff eine Großchance vergab.
Mit dieser Partie endete die Phase des XXL-Turniers außerhalb der USA, da alle verbleibenden Begegnungen ab dem Viertelfinale – beginnend mit der Partie Marokko gegen Frankreich – ausschließlich in den Vereinigten Staaten ausgetragen werden. Im anstehenden Viertelfinale in Kansas City trifft die Schweiz nun auf Weltmeister Argentinien, der sich zuvor nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gegen Ägypten durchsetzen konnte. Das Turnier endet mit dem Finale am 19. Juli in East Rutherford nahe New York, während FIFA-Präsident Gianni Infantino abseits des sportlichen Geschehens wegen einer umstrittenen Spielersperre in der Kritik steht.
Geschrieben von: redaktion
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