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Schlechte Nachrichten für die Kölner Innenstadt: Der Warenhauskonzern Galeria wackelt erneut – und dieses Mal trifft es die Domstadt besonders hart. Bundesweit prüft das Unternehmen derzeit sein Filialnetz. Acht Standorte könnten geschlossen werden, und gleich zwei Kölner Häuser stehen auf dieser „schwarzen Liste“.
Konkret geht es um den ehemaligen Karstadt in der Breite Straße und den Ex-Kaufhof an der Hohe Straße. Der Grund für das erneute Zittern: Bei beiden Filialen laufen in absehbarer Zeit die Mietverträge aus. Das Management will zwar bleiben, pokert aber um bessere Konditionen. Sollten die Vermieter nicht einlenken, ist das Aus der Häuser nicht mehr ausgeschlossen.
Besonders kompliziert ist die Lage an der hohen Straße. Hier ist der Vermieter insolvent, und ein neuer Käufer ist weit und breit nicht in Sicht. Das Gebäude gilt als marode; Millionen müssten in eine Sanierung fließen, die derzeit niemand bezahlen will. Insider berichten zudem: Die Filiale wirft derzeit wohl nur deshalb Gewinn ab, weil die Miete extrem niedrig ist.
Auch in der Breite Straße sieht es nicht besser aus. Dort gab es vor anderthalb Jahren zwar eine Art „Gnadenfrist“, doch die Bedingungen wurden offenbar nicht erfüllt. Eigentlich sollte Galeria an neuen Konzepten arbeiten – etwa durch Untervermietung an Partner wie Lidl oder Decathlon. Doch in Köln ist davon bisher nichts zu sehen.
Hinter den Kulissen brodelt es zudem gewaltig: Über 20 Manager haben das Unternehmen im letzten Jahr verlassen. Zusätzlich spricht man davon, dass Galeria ein zweistelliger Millionenbetrag fehlt. Ob die Kölner Traditionshäuser das Jahr 2026 überstehen, wird sich zeigen.
Geschrieben von: Dominik Jozwiak
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