Köln

Kölner Dom: Von Ablehnung bis Verständnis – Promis zum Dom-Eintritt

today2. Juni 2026 6

Hintergrund
share close

Das Kölner Domkapitel plant, ab Juli eine Eintrittsgebühr für Besichtigungen einzuführen, um die enormen Unterhaltskosten der Kathedrale (Weltkulturerbe seit 1996) zu finanzieren. Die genaue Höhe soll an einem Dienstag bekannt gegeben werden. Die Ankündigung hat eine emotionale Debatte ausgelöst.

Meinungen Kölner Prominenter im Überblick

Die Reaktionen unter prominenten Kölner Persönlichkeiten sind gespalten und reichen von strikter Ablehnung bis hin zu vollem Verständnis:

  • Hape Kerkeling (Entertainer & Schauspieler, 61): Lehnt die Pläne strikt ab. Er hält ein Eintrittsgeld für den Dom für „unmöglich“.

  • Karl Lauterbach (SPD-Bundestagsabgeordneter & Ex-Gesundheitsminister, 63): Kritisiert die Gebühr als „falsches Zeichen“. Die Kirche müsse gerade für arme Menschen offenstehen; es brauche weiterhin kostenfreie Orte in der Gesellschaft.

  • Alice Schwarzer (Frauenrechtlerin, 83): Bezeichnet den Eintritt als „bedauerlich“, da der Dom „uns allen“ gehöre. Als Mitglied des Dombauvereins ist sie selbst jedoch von der Zahlung befreit.

  • Günter Wallraff (Enthüllungsjournalist, 83): Hat gemischte Gefühle. Er sorgt sich um die praktische Abgrenzung zwischen kostenlosem Beten und touristischen Besuchen. Er sieht jedoch die hohen Kosten ein und kritisiert, wenn Touristen den Dom wie eine kommerzielle Attraktion (z. B. Disneyland) nutzen.

  • Wolfgang Niedecken (BAP-Sänger, 75): Meint zwar, die katholische Kirche habe genug Geld für den laufenden Betrieb, äußert jedoch tiefe Ehrfurcht vor der kostspieligen Instandhaltungsarbeit der Dombauhütte.

  • Carolin Kebekus (Komikerin, 45): Reagierte emotional zunächst ablehnend, findet den Schritt angesichts der Kosten und internationaler Vergleiche (z. B. Sagrada Família) letztlich aber „verständlich“.

  • Guido Cantz (Moderator & Komiker, 54): Hält den Schritt zur Sicherung des Domerhalts für nachvollziehbar, obwohl sich das Bezahlen an einem Hauptportal für ihn „merkwürdig“ anfühlt.

  • Gerhard Richter (Maler, 94): Befürwortet die Gebühr und verweist darauf, dass dies bei internationalen Sehenswürdigkeiten wie dem Mailänder Dom bereits gängige Praxis sei.

Geschrieben von: redaktion

Rate it

Beitrags-Kommentare (0)

Hinterlassen Sie eine Antwort