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Stellt Euch vor, Ihr wollt in Eurem Haus nur mal kurz die Fenster prüfen und am Ende sagt Euch der Handwerker: „Eigentlich müssten wir die ganze Hütte abreißen.“ Genau so fühlt es sich gerade beim Kölner Agrippabad an.
Seit drei Monaten ist das Bad in der Innenstadt dicht. Eigentlich sollte nur in Ruhe nachgeschaut werden, was nach all den Jahren saniert werden muss. Doch die Ergebnisse fallen ehr ernüchternd aus. Insider sagen: Es ist viel schlimmer als erwartet. Vor allem die markante Schrägfassade und das Dach sind marode. Da ist von Rost an Stahlträgern die Rede und von minderwertigen Halterungen für die Glasplatten.
Besonders bitter: Die größten Schäden liegen ausgerechnet an den Bauteilen, die bei der letzten großen Sanierung um das Jahr 2000 herum eingebaut wurden. Damals flossen rund 27 Millionen Euro rein.
Im Juni soll feststehen, wie es weitergeht. Drei Pläne liegen auf dem Tisch: Entweder eine Reparatur, eine Kernsanierung inklusive neuer Becken oder der komplette Neubau. Nur der denkmalgeschützte Sprungturm und der Eingangsbereich müssten in jedem Fall stehen bleiben. Die Kosten? Die sind jetzt schon von geplanten 22 auf rund 40 Millionen Euro hochgeschossen und die Technik im Keller ist da noch nicht mal eingerechnet.
Für alle Schwimmer gibt es ein Lichtblick: Ende Juni soll das Agrippabad erst einmal wieder öffnen. Ein Gutachten soll bis Sommer dann klären, welche Variante die Stadt sich überhaupt noch leisten kann.
Geschrieben von: Dominik Jozwiak
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