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Selena - Vom Fan zur Mörderin
Neun Polizeibeamte aus Mülheim müssen sich nach einem umstrittenen Einsatz vor dem Landgericht Duisburg verantworten. Heute beginnt der Prozess gegen die fünf Polizisten und vier Polizistinnen.
Hintergrund ist der Tod des Geflüchteten Ibrahima Barry. Der Mann aus Guinea soll am 6. Januar 2024 in einer Flüchtlingsunterkunft im Mülheimer Stadtteil Saarn randaliert haben. Daraufhin wurden Sicherheitskräfte und später die Polizei alarmiert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gelang es den Einsatzkräften zunächst nicht, den 23-Jährigen zu beruhigen. Die Situation verlagerte sich anschließend in den Außenbereich der Unterkunft. Dort kam laut Anklage auch ein Distanzelektroimpulsgerät der Polizei zum Einsatz.
Schließlich überwältigten die Beamten den Mann und fesselten seine Hände mit Kabelbindern auf dem Rücken. Zudem wurden seine Füße mit den Fesseln verbunden. Als Barry in einen Rettungswagen gebracht wurde, konnte kein Puls mehr festgestellt werden. Wenig später starb der 23-Jährige. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft führte eine Kombination aus Herzinfarkt und lagebedingtem Erstickungstod zum Tod des Mannes.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung im Amt vor. Im Prozess soll geklärt werden, ob die Beamten den Tod von Ibrahima Barry fahrlässig verursachten oder vorsätzlich handelten.
Geschrieben von: Yanyu Zheng
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