Bochum

Trauerfeier in Bochum: Weggefährten, Fans und Prominente nahmen Abschied von Ralf Richter

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Hintergrund
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Rund einen Monat nach dem Tod von Kult-Schauspieler Ralf Richter (†69) haben Familie, Freunde, Prominente und zahlreiche Fans Abschied genommen. Bei einer emotionalen Trauerfeier in der Bochumer Jahrhunderthalle würdigten etwa 140 geladene Gäste sowie viele Weggefährten vor der Halle das Lebenswerk des in Essen geborenen und in Bochum aufgewachsenen Urgesteins. Richter, der Mitte September 2026 in Köln verstorben war, erlangte durch seine ikonischen Rollen in „Das Boot“, „Bang Boom Bang“ und „Superstau“ Kultstatus. Er galt als das unverkennbare Gesicht des Ruhrpotts im deutschen Film.

Prominente Weggefährten erinnern sich

Unter den Trauergästen befanden sich zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Film, Medien und Weggefährten aus NRW:

  • Henning Baum (54): Der Schauspieler („Der letzte Bulle“) würdigte Richters unverfälschte Art:

    „Als ich Ralf Richter das erste Mal gesehen habe, da habe ich einfach gedacht: Der Typ muss echt sein. Er ist und bleibt für mich ein Leitstern als Schauspieler. Mit einem herzlichen Glückauf, Ralle. Du drehst da oben deine Runden.“

  • Martin May (65): Der Schauspieler, der gemeinsam mit Richter in Wolfgang Petersens Filmerfolg „Das Boot“ vor der Kamera stand, ervies ihm ebenfalls die letzte Ehre.

  • Bert Wollersheim (75): Der frühere Rotlicht-König blickte auf eine 30-jährige Freundschaft zurück:

    „Der war ein Chaot, der war liebenswert. Dankbarkeit hilft auch, über den Schmerz hinwegzugehen.“ Einzig die Musikauswahl der Feier fand Wollersheim gewöhnungsbedürftig – er hätte sich klassischere, emotionale Lieder zum Trauern gewünscht.

  • Kalle Schwensen (73): Die Hamburger Kiez-Größe hob Richters direkte Art hervor:

    „Er war einfach charmant, war cool und natürlich. Seine Sprüche und seine freundliche Art haben uns bewegt.“

Auch aus der Kölner Kulturszene reisten Wegbegleiter an, darunter der Künstler Cornel Wachter mit seinem Sohn Julius.

Verstreuung an der niederländischen Küste geplant

Im Vorfeld der Trauerfeier hatte eine Online-Spendenaktion im Umfeld der Familie innerhalb kurzer Zeit über 20.000 Euro eingebracht, um der Familie eine würdevolle Abschiedsfeier zu ermöglichen. Die Beisetzung der Urne findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt. Ralf Richter hatte sich ausdrücklich eine Seebestattung an der niederländischen Küste gewünscht. Sein Sohn Maxwell Richter (44) erinnerte an die besondere Beziehung seines Vaters zur Nordseeküste:

„Er war immer ein riesiger Holland-Fan. Wir haben mit der ganzen Familie dort wunderschöne Urlaube verbracht.“

Geschrieben von: redaktion

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