play_arrow
Radio MusicStar .Regional via DAB+
play_arrow
Elifant im Raum Micky Beisenherz & Studio Bummens
play_arrow
048 - Abwehrbollwerk steht, sportlich zur Pause im Soll & die Kurucay-Frage Sky Sport
play_arrow
Wie weiter nach dem Schock? (Presseklub Spezial) Micky Beisenherz & Studio Bummens
Das gerade erst gebilligte Gesetz zur Todesstrafe in Israel stößt auf breite Ablehnung. Amnesty spricht von „absoluter Missachtung der Menschenrechte“.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert die sofortige Rücknahme des vom israelischen Parlament beschlossenen Gesetzes zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen. Die internationale Gemeinschaft müsse „maximalen Druck“ auf Israel ausüben, um das Gesetz „sofort aufzuheben“ und die Todesstrafe vollständig abzuschaffen, erklärte Amnesty-Regionaldirektorin Erika Guevara-Rosas.
Todesurteile nach dem Gesetz verletzten das Recht auf Leben und könnten, „wenn sie gegen Palästinenser aus den besetzten palästinensischen Gebieten verhängt werden, zudem Kriegsverbrechen gleichkommen“.
Gesetz zur Todesstrafe
Die Knesset hatte den Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen am Montag gebilligt. Er sieht vor, dass bei terroristisch motiviertem Mord mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel die Todesstrafe oder lebenslange Haft verhängt werden kann. Kritiker sehen das Gesetz als rassistisch an, weil es de facto nur Palästinenser betrifft. Der Vorstoß von der Partei des rechtsextremen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir wird auch vom rechtskonservativen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unterstützt.
Israel hatte die Todesstrafe für Mord im Jahr 1954 abgeschafft und nur in Ausnahmefälle, etwa gegen NS-Verbrecher oder bei Verrat in Kriegszeiten, beibehalten. Die Hinrichtung des deutschen NS-Verbrechers Adolf Eichmann im Jahre 1962 war die letzte Vollstreckung.
Amnesty: Gesetz festigt „System der Apartheid“
Amnesty sprach von einer „Zurschaustellung von Grausamkeit, Diskriminierung und absoluter Missachtung der Menschenrechte“ und warf Israel vor, ein „System der Apartheid gegen Palästinenser“ zu festigen.
„Indem Israel Militärgerichte ermächtigt (…), faktisch obligatorische Todesurteile zu verhängen und die Hinrichtung innerhalb von nur 90 Tagen nach der rechtskräftigen Entscheidung anzuordnen, räumt es sich unverhohlen freie Hand bei der Hinrichtung von Palästinensern ein“, sagte Guevara-Rosas. Sie wies darauf hin, dass die Verurteilungsquoten bei palästinensischen Angeklagten höher als 99 Prozent liege.
Geschrieben von: redaktion
Egal ob im Homeoffice, unterwegs oder in der kurzen Kaffeepause: „Pop & People“ bringt die Stars und die beste Popmusik direkt zu euch ins Radio. Einschalten und mitreden!
close
Beitrags-Kommentare (0)