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Wie weiter nach dem Schock? (Presseklub Spezial) Micky Beisenherz & Studio Bummens
Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes, Karim Khan, wurde wegen des Verdachts auf sexuelle Übergriffe gegenüber einer Mitarbeiterin mit sofortiger Wirkung suspendiert, nachdem sein Amt bereits seit einem Jahr vorläufig geruht hatte. Über eine endgültige Amtsenthebung sollen die Vertragsstaaten in einer zeitnahen Sondersitzung entscheiden. Die Vorwürfe aus dem Jahr 2024, die Khan bestreitet, wurden von einer UN-Kommission untersucht, jedoch sind sowohl der im Dezember 2025 vorgelegte Untersuchungsbericht als auch ein darauf basierendes Rechtsgutachten bislang unter Verschluss. Khans Fall ist auch politisch brisant: Während seiner Amtszeit hatte er Haftbefehle unter anderem gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erlassen. Letzterer führte zu erheblichem Druck und Sanktionen gegen IStGH-Mitarbeiter seitens der USA, die – ebenso wie Russland und Israel – den Grundlagenvertrag des von 125 Staaten unterstützten Weltstrafgerichts nicht unterzeichnet haben.
Geschrieben von: redaktion
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