USA

Epstein-Befragung: Bill Clinton äußert sich zu Bild mit Frau in Whirlpool

today1. März 2026 3

Hintergrund
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Der Schatten von Jeffrey Epstein erreicht das Herz der US-Politik. Nach der stundenlangen Befragung von Ex-Präsident Bill Clinton fordert die Gegenseite nun gleiches Recht für alle. Müssen bald auch Donald Trump und amtierende Regierungsmitglieder unter Eid aussagen? Es war ein beispielloser Vorgang: In seinem Haus in Chappaqua musste Bill Clinton den Abgeordneten des Kontrollausschusses Rede und Antwort stehen. Stundenlang ging es um alte Fotos, Fluglisten und die Frage, wie viel der Ex-Präsident über die Machenschaften des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wusste.

Besonders im Fokus: Ein Foto, das Clinton in einem Whirlpool mit einer unbekannten Frau zeigt. Clinton bestreitet jegliches Fehlverhalten – er habe weder gewusst, wer die Frau sei, noch intimen Kontakt zu ihr gehabt. Überhaupt sei seine Bekanntschaft mit Epstein kurz gewesen und geendet, bevor dessen Verbrechen ans Licht kamen. Doch für die Demokraten im Ausschuss ist mit dieser Vernehmung ein Damm gebrochen. Wenn ein Ex-Präsident aussagen muss, dann gilt das für jeden – so ihr Argument. Ihr Ziel: Donald Trump. Der aktuelle Präsident hatte Vorladungen in der Vergangenheit stets mit Verweis auf sein Amt ignoriert. Nun fordern die Demokraten, dass auch er unter Eid zu seinen Verbindungen ins Epstein-Netzwerk befragt wird.

Doch Trump ist nicht der einzige, der unter Druck gerät. Auch Handelsminister Howard Lutnick steht im Fadenkreuz. Neue Dokumente belegen, dass er noch Jahre nach Epsteins erster Verurteilung dessen Privatinsel besuchte. Die Opposition wirft ihm vor, über das Ausmaß seiner Kontakte gelogen zu haben, und fordert seinen Rücktritt – oder zumindest eine Vorladung. Der Ausschussvorsitzende James Comer nennt die bisherigen Befragungen „produktiv“. Sobald die Protokolle und Videos veröffentlicht werden, dürfte die Debatte um Macht, Geld und moralische Abgründe in Washington erst richtig Fahrt aufnehmen.

Die Akte Epstein ist also noch lange nicht geschlossen. Es bleibt abzuwarten, wer als Nächstes vor den Ausschuss treten muss.

Geschrieben von: redaktion

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