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Essener Musikikone Juliane Werding wird 70: Ein schmerzhaftes Jubiläum für ihre Fans

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Hintergrund
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Sie war eine der außergewöhnlichsten Stimmen der deutschen Musikgeschichte, prägte mit Hits wie „Am Tag, als Conny Kramer starb“ oder „Stimmen im Wind“ Generationen und zog sich dann fast spurlos zurück. Heute feiert die gebürtige Essenerin Juliane Werding ihren 70. Geburtstag. Doch wer auf ein großes Comeback, neue Songs oder auch nur ein aktuelles Lebenszeichen gehofft hat, wird enttäuscht. Zum runden Ehrentag gibt es lediglich ein neues Best-Of-Album – und die Gewissheit, wie endgültig ihr Abschied damals war.

Der radikale Rückzug der Essener Ikone

Juliane Werding, die am 19.07.1956 in Essen das Licht der Welt erblickte, war nie eine typische Schlagersängerin. Ihre Texte waren oft tiefgründig, mystisch und gesellschaftskritisch. Umso schwerer wog für ihre treue Fangemeinde der abrupte Bruch vor über anderthalb Jahrzehnten. Nach ihrer Tournee im Jahr 2009 hängte sie das Mikrofon an den Nagel, um fortan komplett in ihrem Beruf als Heilpraktikerin zu arbeiten.

Das absolut letzte offizielle Interview gab Werding im Jahr 2010. Wer diese Zeilen heute liest, dem wird als Fan schwer ums Herz. Drei Sätze aus diesem Gespräch dürften Musikliebhabern auch heute noch besonders wehtun: „Ich vermisse die Bühne überhaupt nicht.“, „Das Kapitel Musik ist für mich emotional komplett abgeschlossen.“ und „Es gibt keinen Grund zu glauben, dass ich jemals wieder ein Studio betreten werde.“

Klare, unmissverständliche Worte, die schon damals keinen Raum für Spekulationen ließen – und an denen die Sängerin bis heute eisern festhält.

Nur eine Best-Of-Platte zum 70. Geburtstag

Während andere Stars ihren 70. Geburtstag mit großen TV-Galas, Tourneen oder zumindest einer neuen Single zelebrieren, bleibt es um die Jubilarin selbst absolut still. Kein Social-Media-Post, kein aktuelles Foto, kein TV-Auftritt. Die Plattenfirma tröstet die Anhänger zum Geburtstag lediglich mit einer neuen Compilation ihrer größten Erfolge. Für die Fans ist das Best-Of-Album ein süßbitterer Trostpreis: Es feiert zwar das unbestreitbare Genie und das Lebenswerk der Essenerin, führt aber gleichzeitig vor Augen, dass die Wahrscheinlichkeit für neue Musik von Juliane Werding wohl endgültig bei null liegt. Was bleibt, sind zeitlose Songs und die Erinnerung an eine Künstlerin, die genau dann ging, als sie selbst es für richtig hielt.

Geschrieben von: redaktion

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