Düsseldorf

Prozessstart unter Hochsicherheit: Anschlag auf Drogenboss-Neffen in Düsseldorf

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Hintergrund
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Unter extremen Sicherheitsvorkehrungen hat vor dem Landgericht Düsseldorf der Prozess um einen mutmaßlichen Mordanschlag im Drogenmilieu begonnen. Aus Sicherheitsgründen verhandelt die Strafkammer im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts, der ursprünglich für Terrorprozesse konzipiert wurde. Angeklagt sind drei Männer.

Die Staatsanwaltschaft wirft einem 39-jährigen Syrer und einem 22-jährigen Türken versuchten Mord vor. Sie sollen am Nachmittag des 30. Dezember 2025 auf einer belebten Hauptverkehrsstraße in Düsseldorf mindestens zehn Schüsse auf einen Taxi-Fahrgast abgefeuert haben. Das 40-jährige Opfer erlitt sieben Treffer und überlebte nur dank einer Notoperation. Dem dritten Angeklagten wird Beihilfe zur Last gelegt.

Der Festnahme des 39-Jährigen im niedersächsischen Hameln ging ein Spezialeinsatz voraus. Der mutmaßliche 22-jährige Schütze wurde in Gelsenkirchen gefasst, wo Ermittler in seiner Wohnung unter anderem ein Sturmgewehr sowie eine weitere Schusswaffe sicherstellten.

Vor dem Anschlag hatte das Opfer an einer Kundgebung vor dem niederländischen Konsulat in Düsseldorf teilgenommen. Dort forderten Demonstranten die Freilassung seines Onkels – des berüchtigten Drogenbosses Hüseyin B. Dieser sitzt seit rund 28 Jahren in den Niederlanden in Haft und gilt in Ermittlerkreisen als „Pablo Escobar Europas“.

Geschrieben von: redaktion

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