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Terroranschlag in Berlin beim CSD

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Hintergrund
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Am Samstagabend, dem 25. Juli 2026, wurde der Christopher Street Day (CSD) in Berlin von einem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag erschüttert. Gegen 22:00 Uhr MESZ steuerte ein Täter einen gemieteten weißen Lieferwagen (Citroën Spacetourer) am Rande der Großveranstaltung im Großen Tiergarten gezielt in eine Gruppe von Passanten.

Tathergang und Opfer

Das Fahrzeug steuerte über den Ahornsteig parallel zur Lennéstraße direkt in die feiernden Menschenmengen. Nach der Amokfahrt kollidierte der Transporter nahe der Bellevueallee mit einem Baum. Augenzeugen und Ermittlern zufolge stieg der Fahrer anschließend aus dem Wrack aus und griff Umstehende zusätzlich mit einer Stichwaffe an.

Bei der Attacke kam eine Frau noch an der Unfallstelle ums Leben. Mehrere Dutzend Menschen wurden verletzt – darunter mindestens drei lebensgefährlich und zahlreiche weitere schwer. Nach der Erstversorgung der Opfer durch Rettungskräfte brachen die Veranstalter den CSD gegen 22:15 Uhr offiziell ab.

Tatverdächtiger und Ermittlungshintergründe

Die Berliner Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft leiteten umgehend eine großangelegte Öffentlichkeitsfahndung ein. Hauptverdächtiger ist der 21-jährige Abdul B. (geboren 2005 in Berlin, deutscher Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln).

  • Einstufung als Gefährder: Abdul B. war den Sicherheitsbehörden bereits vor der Tat als islamistischer Gefährder und Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannt.

  • Haftvergangenheit: Nachdem er 2025 versucht hatte, über den Libanon nach Syrien auszureisen, wurde er nach Deutschland abgeschoben und wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt. Erst im Mai 2026 war er aus dem Jugendstrafvollzug entlassen worden und befand sich in einem Deradikalisierungsprogramm.

  • Fahndung: Noch in der Tatnacht durchsuchte die Polizei Wohnungen im Berliner Stadtgebiet, traf den Tatverdächtigen jedoch nicht an. Die Sicherheitsbehörden warnen die Bevölkerung ausdrücklich davor, den Gesuchten bei Sichtung anzusprechen, da er als bewaffnet und hochgefährlich eingestuft wird.

Reaktionen und Aufarbeitung

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, verurteilte den Angriff scharf und sprach von einer Attacke auf die freie, weltoffene Gesellschaft sowie das friedliche Zusammenleben in der Hauptstadt. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Vertreter des Bundesinnenministeriums äußerten ihr Mitgefühl mit den Opfern und bezeichneten die Tat als islamistischen Terrorakt.

Für Angehörige und Betroffene richtete die Berliner Polizei eine zentrale Personenauskunftsstelle sowie ein Hinweisportal für Zeugenaufnahmen ein.

Geschrieben von: redaktion

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