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#19 | NACH 40 JAHREN MUSS ICH MICH ENTSCHULDIGEN! - MIT MARTIN RÜTTER TEIL 2 RE*PLAY
Die deutsche Kandidatur für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat ist krachend gescheitert. Dieses diplomatische Desaster stellt für Bundeskanzler Friedrich Merz einen herben Rückschlag dar, da sein Image als „Außenkanzler“ unter seiner bisherigen Zurückhaltung auf der Weltbühne, wie etwa seinem Fernbleiben bei der Generalversammlung, leidet. Außenminister Johann Wadephul steht ebenfalls in der Kritik, da es ihm nicht gelang, trotz der hohen finanziellen Beiträge Deutschlands ausreichend diplomatische Unterstützung zu sichern. Er räumt ein, dass durch das Wahlergebnis die Überzeugungskraft der Bundesregierung in internationalen Fragen geschwächt wurde.
Innerhalb der schwarz-roten Koalition sorgt das Ergebnis für Spannungen. Der Koalitionspartner SPD mahnt einen Kurswechsel in der Außenpolitik an und fordert eine konsequentere und unabhängige Haltung beim Völkerrecht. Kritiker werfen der Bundesregierung „doppelte Maßstäbe“ vor, da sie völkerrechtswidriges Handeln von Verbündeten, wie etwa im Gaza-Krieg oder bei Einsätzen der USA, nicht deutlich genug verurteilt habe. Während die Opposition das Ergebnis als Beleg für den Glaubwürdigkeitsverlust der Regierung nutzt und die AfD die Kürzung internationaler Ausgaben fordert, scheiterten zudem Wadephuls Pläne, die Rolle der nicht-ständigen Mitglieder zur Eindämmung der Blockade im Sicherheitsrat zu stärken. Deutschland plant nun, am bisherigen Rhythmus festzuhalten und strebt für die Zukunft, etwa für den Zeitraum 2035/36, eine erneute Kandidatur an.
Geschrieben von: redaktion
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