Köln

Wie das Kölner Hotelsterben die Innenstadt verändert

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Hintergrund
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Die Kölner Hotellandschaft steht vor spürbaren Einschnitten. Neben traditionsreichen Adressen und etablierten Event-Hotels müssen derzeit mehrere Häuser in zentralen Lagen ihren Betrieb einstellen oder den Besitzer wechseln. Auslöser für die Dynamik ist eine Kombination aus Sanierungsstau, geänderten Immobilienstrategien und den Folgen einer großen Brancheninsolvenz.

Das Aus für Traditionshäuser: Pullman und Mercure betroffen

Besonders schwer wiegt das Aus für das Pullman-Hotel an der Helenenstraße. Nach fast fünf Jahrzehnten schließt das Haus mit seinen 275 Zimmern, Tagungsräumen und den markanten Gastronomiebereichen in den oberen Etagen endgültig zum Monatswechsel von November zu Dezember. Als langjährige Hofburg des Kölner Dreigestirns verliert nicht nur die Hotellerie, sondern auch der Kölner Karneval eine ihrer prominentesten Anlaufstellen. Die Zukunft des Gebäudes durch den schwedischen Investor Pandox ist bislang unklar.

Ein weiterer Rückschlag betrifft das Mercure Hotel City in der Friesenstraße. Das 103-Zimmer-Haus direkt im Kölner Partyviertel und nahe den Sartory-Sälen stellte seinen Betrieb überraschend ein. Grund hierfür sind erhebliche technische Mängel, insbesondere im Bereich des Brandschutzes. Die notwendigen Investitionen machten einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb unrentabel.

Die Revo-Insolvenz und ihre Folgen

Ein wesentlicher Treibsatz für die aktuellen Schließungen und Umstrukturierungen ist die Insolvenz der Revo-Hotelgruppe. Im Zuge des Großverfahrens, das insgesamt 178 Hotels in Deutschland, Österreich und den Niederlanden umfasste, wurden viele Häuser an neue Investoren übertragen. Etliche Standorte konnten jedoch nicht gerettet werden.

Der aktuelle Stand der Welle:

  • Eingestellte Betriebe: Neben dem Mercure in der Friesenstraße hat auch das Centro Hotel Arde (Auf der Ruhr) mit 52 Zimmern die Türen dauerhaft geschlossen.

  • Neuausrichtungen & Übernahmen: Andere Häuser bleiben dem Markt erhalten. Das Boutique 003 am Dom wird als Central Hotel weitergeführt. Auch im Kölner Umland wechseln Betreiber: Die H+-Hotels in Hürth und Brühl wurden von der indischen Gruppe Prism übernommen und firmieren künftig als Sunday Hotel.

Während einige Häuser durch Eigentümerwechsel und Neupositionierungen gerettet werden können, fallen pünktlich zur beginnenden Karnevalssession und zu den Hauptreisezeiten spürbare Übernachtungskapazitäten mitten in der Kölner Innenstadt weg. Das Wegfallen von Traditionshotels verdeutlicht, vor welchen Herausforderungen Betreiber stehen, wenn hohe Investitionsbedarfe in Brandschutz und Modernisierung auf wirtschaftlichen Druck treffen.

Geschrieben von: redaktion

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