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Das bedeutet die Mega-Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery für Deutschland

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Hintergrund
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Der vollzogene Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery unter dem gemeinsamen Dach von Skydance markiert eine fundamentale Wende für das Geschäft des Medienkonzerns in Deutschland. Während das Portfolio nach der Übernahme mit insgesamt 18 linearen TV-Sendern, vier Streaming-Plattformen und Beteiligungen an unterschiedlichen Vermarktungsnetzwerken vorerst beeindruckend groß wirkt, steht der Konzern vor einer tiefgreifenden strategischen Umgestaltung. Unter der Führung von Skydance-Chef David Ellison wird das Jahr 2027 im Zeichen einer radikalen Bereinigung des linearen TV-Geschäfts und einer konsequenten Verlagerung aller Ressourcen in Richtung Streaming und Pay-TV stehen.

Das historisch gewachsene Angebot von zehn Free-TV-Sendern – darunter Marken wie CNN, DMAX, TLC, HGTV, Tele 5, Eurosport 1, MTV, Comedy Central, Comedy Central+ und Nickelodeon – gerät in einem stagnierenden Werbemarkt zunehmend unter Renditedruck. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich ab 2027 die Einstellung oder Zusammenlegung kleinerer Nischenkanäle ab. Einzelne Spartensender mit ähnlichen Zielgruppen dürften verschmolzen oder schlicht abgeschaltet werden, um hohe Übertragungs- und Lizenzkosten einzusparen. Das verbleibende Free-TV wird dabei immer stärker die Rolle eines reinen Marketingfensters einnehmen, das Zuschauende mit ausgewählten Inhalten anfixt, um sie anschließend auf die kostenpflichtigen Plattformen zu ziehen.

Parallel dazu verliert auch das lineare Pay-TV schrittweise an Bedeutung. Von den derzeit zehn Bezahlsendern wie den Warner-TV-Kanälen, dem Discovery Channel oder Cartoon Network wird nur ein stark profiliertes Kernportfolio überleben. Die Zeiten, in denen eine Vielzahl linearer Pay-Kanäle Kabel- und Satellitenpakete bestückte, neigen sich dem Ende zu, da Neuerscheinungen, Top-Serien und Dokus künftig ohne den Umweg über eine lineare Ausstrahlung direkt in die digitalen Abruf-Bibliotheken wandern.

Ein zentraler Baustein dieser Neuausrichtung ist der schrittweise Aufbau einer eigenen, starken Sport-Sparte im Streaming. Skydance setzt dabei auf ein Modell, das in den USA bereits äußerst erfolgreich etabliert ist: Sport-Live-Übertragungen dienen dort als stärkster Zugbringer, um zahlende Kundschaft dauerhaft an Streaming-Plattformen zu binden. Dieses Erfolgsrezept wird nun konsequent auf den deutschen Markt übertragen. Das Flaggschiff dieser Strategie bildet der Einstieg von Paramount+ in den Live-Fußball: Ab der Saison 2027/28 löst der Dienst DAZN als Hauptrechteinhaber der UEFA Champions League in Deutschland ab und überträgt künftig den Großteil der Partien der Königsklasse inklusive des Finales. Wenn Paramount+ ab der Saison 2027/28 die UEFA Champions League in Deutschland überträgt, greift der Konzern auf die bestehende europäische Produktionsinfrastruktur, Regieräume und Sport-Journalisten von Eurosport zurück. Auf globaler Ebene nutzt der Skydance-Konzern für solche Rechte-Pakete seine internationalen Sportmarken. In Deutschland greift der Konzern auf das bewährte US-Modell zurück: Die Übertragungen werden redaktionell mit modernen Analyse-Tools und Unterhaltungsfaktor), während Eurosport das fundamentale operative Handwerk vor Ort steuert.

Der Schwerpunkt der gesamten Konzernstrategie liegt damit unmissverständlich auf dem Streaming-Segment. Um die unübersichtliche App-Landschaft aus Paramount+, HBO Max, Discovery+ und Pluto TV zu ordnen, gilt eine Verschmelzung der Abo-Dienste zu einem zentralen Angebot bis 2027 als wahrscheinlichster Schritt. Durch die Bündelung exklusiver Premieren auf einer Hauptplattform, ergänzt durch das kostenlose FAST-TV-Angebot Pluto TV, will Skydance planbare Abo-Einnahmen sichern und gleichzeitig die Betriebskosten drastisch senken. Die Bündelung der bisher auf Visoon, die El Cartel Brothers und die Ad Alliance verteilten Werbevermarktung unter einem Dach wird diesen strukturellen Wandel komplettieren.

Geschrieben von: redaktion

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