Mobilität

Energiesteuersenkung startet: Was Autofahrende in NRW jetzt wissen müssen

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Hintergrund
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Gute Nachrichten für alle Autofahrerinnen und Autofahrer in NRW: Ab dem heutigen 1. Oktober tritt die beschlossene Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel offiziell in Kraft. Bis Ende des Jahres soll die Maßnahme die Geldbörsen an den Tankstellen spürbar entlasten. Doch wer hofft, direkt am Premierentag für Spottpreise zu tanken, könnte enttäuscht werden. Wir erklären, warum die Preise erst zeitverzögert fallen und wie Sie beim Tanken trotzdem das Maximum herausholen.

Warum sinken die Preise nicht sofort um 12 Uhr nachts?

Wer bereits um Mitternacht mit leerem Tank an die Zapfsäule gerollt ist, wird es bemerkt haben: Die Preistafeln zeigten oft noch die gewohnten Beträge. Experten dämpfen die Erwartungen an einen schlagartigen Preisabsturz.

Der Grund dafür ist logistischer Natur: Der Abverkauf von Altbeständen. Mineralölkonzerne und Tankstellenbetreiber haben den Treibstoff, der sich aktuell in den unterirdischen Tanks der Stationen befindet, noch zum höheren Steuersatz eingekauft. Da die Steuer erst bei der Abgabe aus dem Hauptlager an die Tankstelle anfällt, wird der Rabatt erst schrittweise weitergegeben – nämlich dann, wenn die Tankstellen neue, günstiger versteuerte Lieferungen erhalten. Es kann also einige Tage dauern, bis die Steuersenkung flächendeckend an den Zapfsäulen ankommt.

Wann lohnt sich das Tanken am meisten?

Auch unabhängig von der Steuersenkung gilt: Wer clever tankt, kann einiges an Geld sparen. Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe zeigt seit Jahren deutliche Muster im Tagesverlauf.

Tageszeit Preistendenz Empfehlung
Morgens (05:00 – 08:00 Uhr) 🔴 Höchstpreise Wenn möglich vermeiden
Mittags (12:00 – 14:00 Uhr) 🟡 Leichter Rückgang Akzeptabel für Notfälle
Abends (18:00 – 22:00 Uhr) 🟢 Tiefstpreise Bestzeit zum Tanken

Drei goldene Regeln für Sparfüchse:

  1. Abendstunden nutzen: Nutzen Sie die gewohnten Preisschwankungen im Tagesverlauf. Besonders zwischen 18:00 und 20:00 Uhr sowie 21:00 und 22:00 Uhr sinken die Preise im Schnitt um mehrere Cent pro Liter.

  2. Tank-Apps vergleichen: Nutzen Sie aktuelle Spritpreis-Apps oder Navigationssysteme. Die Preisunterschiede zwischen zwei Tankstellen im selben Ort können oft bis zu 10 bis 15 Cent betragen.

  3. Autobahntankstellen meiden: Wer an Raststätten an der Autobahn tankt, zahlt im Schnitt 30 bis 40 Cent mehr pro Liter als an freien oder normalen Stationen in der Stadt.

Fazit: Geduld zahlt sich aus

Die Energiesteuersenkung ist ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Haushalte bis zum Jahresende. Lassen Sie sich in den ersten Tagen nicht von verhaltenen Preisnachlässen verunsichern. Wer in den nächsten Tagen die Preisentwicklung über Sprit-Apps beobachtet und vorzugweise abends an die Zapfsäule rollt, holt das Maximum aus der Steuersenkung heraus.

Geschrieben von: redaktion

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