Monschau

Waldbrand im Hohen Venn bedroht Grenzgebiet: Monschau bereitet Evakuierungen vor

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Hintergrund
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Ein großflächiger Brand im Hohen Venn auf belgischer Seite sorgt in der Grenzregion für Alarmbereitschaft. Die Stadt Monschau und die StädteRegion Aachen haben umfassende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Für angrenzende deutsche Ortsteile wird eine mögliche Evakuierung vorbereitet.

Feuerfront nähert sich deutscher Grenze

Aufgrund der dynamischen Ausbreitung des Vennbrandes im benachbarten Belgien befindet sich die Feuerfront derzeit noch rund drei Kilometer von der deutschen Staatsgrenze entfernt. In Belgien ordneten die Behörden bereits die Räumung der grenznahen Ortschaften Küchelscheid und Leykaul an.

Da ein Übergreifen der Flammen auf deutsches Stadtgebiet nicht ausgeschlossen werden kann, befindet sich die Freiwillige Feuerwehr Monschau im Vollalarm. Zusammen mit den Einsatzkräften aus Roetgen, der Polizei, dem Kreisbrandmeister sowie dem Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz (A 38) der StädteRegion Aachen wird das Gebiet kontinuierlich überwacht – unter anderem mithilfe einer ferngesteuerten Lageerkundungseinheit (Drohnen).

Aufgrund der weiteren Ausbreitung des Brandes im Hohen Venn in Belgien ist nicht auszuschließen, dass es ab dem Vormittag vermehrt zu erheblichen Rauchbelastungen und Rauchniederschlägen kommt.

Da gesundheitliche Gefahren durch den Brandrauch nicht ausgeschlossen werden können, wird den Einwohnerinnen und Einwohnern von Plattevenn, Leyloch und Kalterherberg westlich des Messewegs dringend empfohlen, diese Bereiche bis 10 Uhr zu verlassen und bei Verwandtschaft und Freunden unterzukommen.

Für Menschen, die nicht eigenständig unterkommen, stellt die Stadt Monschau ab 7 Uhr eine Anlaufstelle im Bürgercasino Imgenbroich zur Verfügung.

Vorbereitungen auf Evakuierungen in Monschauer Ortsteilen

Die Stadt Monschau empfiehlt den Einwohnerinnen und Einwohnern betroffener Bereiche, sich vorsorglich auf eine etwaige Evakuierung einzustellen.

  • Besonders betroffene Ortsteile: Kalterherberg, Mützenich sowie Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau, Plattevenn und Geisberg.

  • Vor-Ort-Information: Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner werden zusätzlich durch Mitarbeitende der Stadtverwaltung direkt vor Ort persönlich informiert.

  • Unterbringung: Die Stadt Monschau bereitet Notunterkünfte vor. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, nach Möglichkeit auch private Unterkünfte bei Verwandten oder Bekannten in Betracht zu ziehen.

Wichtige Verhaltenshinweise für Bürgerinnen und Bürger

  • Notgepäck bereithalten: Wichtige Dokumente, Medikamente und persönliche Wertsachen griffbereit packen.

  • Nachbarschaftshilfe: Informieren Sie insbesondere ältere oder hilfsbedürftige Nachbarn.

  • Notrufleitungen freihalten: Wählen Sie den Notruf (110 oder 112) ausschließlich in akuten Notfällen.

  • Warnkanäle beachten: Achten Sie auf amtliche Warn-Apps (NINA, Katwarn via MoWaS) und die offiziellen Meldungen der Stadt Monschau.

  • Gefahrenbereich meiden: Das betroffene Gebiet im Hohen Venn sollte weiträumig gemieden werden.

Bürgertelefon & Kontakt der Stadt Monschau

Für Fragen aus der Bevölkerung hat die Stadtverwaltung Monschau folgende Rufnummern bereitgestellt:

  • Zentrale: 02472 / 81-0

  • Zusätzliche Durchwahlen: 02472 / 81-209, 02472 / 81-210 und 02472 / 81-212

Geschrieben von: redaktion

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