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Nach organisatorischen Pannen bei den jüngsten Regional- und Kommunalwahlen in Südkorea, bei denen in 50 Wahllokalen die Stimmzettel ausgingen und der Betrieb in 22 Fällen unterbrochen werden musste, steht das Land unter politischer Spannung. Präsident Lee Jae Myung verurteilte die Vorfälle scharf als inakzeptabel und ordnete eine großflächige Untersuchung gegen die nationale Wahlkommission an, betonte jedoch, dass keine Hinweise auf einen systematischen Wahlbetrug vorliegen.
Trotz dieser Einordnung kommt es in der Hauptstadt Seoul seit fünf Tagen zu anhaltenden Protesten. Vor allem junge Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren fordern Neuwahlen, da sie sich in ihren demokratischen Rechten beschnitten fühlen und teilweise den Verdacht auf Manipulation äußern. Das Wahlergebnis selbst war indes eindeutig: Die linksgerichtete Regierungspartei (DP) erzielte einen Erdrutschsieg mit Erfolgen in 12 von 16 Regionen, während die konservative Oppositionspartei (PPP) deutliche Einbußen hinnehmen musste.
Geschrieben von: redaktion
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