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Nach einer Untersuchung des Kiel Instituts waren zentrale Wohnungen im Schnitt rund 27 Prozent teurer als in Randlagen. Langfristig ist der Unterschied merklich gestiegen.
Wer eine bezahlbare Wohnung kaufen will, muss zunehmend auf Außenbezirke ausweichen. Nach einer Untersuchung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft sind Preise von Wohnungen in den Innenstädten vergangenes Jahr überdurchschnittlich gestiegen. Wohnungen in zentralen Lagen waren im Schnitt rund 27 Prozent teurer als Wohnungen in Randlagen, teilte das Forschungsinstitut mit. 2024 lag der Unterschied noch bei rund einem Viertel.
Der Projektleiter des Forschungsvorhabens Greix, Jonas Zdrzalek, sagte, er vermute, dass Preise von Wohnungen in den Stadtzentren vergleichsweise stärker auf Zinsänderungen reagierten. „Nachdem die Preise in den Stadtkernen während der Phase von steigenden Zinsen überproportional nachgegeben haben, sehen wir nun eine Gegenbewegung.“
Langfristig betrachtet haben sich die Immobilienpreise innerhalb der Stadtgrenzen deutlich auseinander bewegt: 1990 waren nach Angaben des Kiel Instituts zentral gelegene Wohnungen fünf Prozent teurer als die nicht zentralen. Dieser Aufschlag hat sich seitdem mehr als verfünffacht.
Vergleichsweise stark haben sich 2025 die Innenstadtwohnungen in Düsseldorf und München verteuert, wo die Preise im Vergleich zu den Außenbezirken um vier und drei Prozentpunkte zunahmen. Berlin bildete eine Ausnahme: Dort nahmen die Preise in Randlagen stärker zu; der Unterschied lag bei einem Prozentpunkt.
Geschrieben von: redaktion
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