Nahost-Konflikt

Eskalation am Golf: Revolutionsgarden blockieren Straße von Hormus

today14. März 2026 8

Hintergrund
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Trotz zweiwöchiger schwerer Bombardements durch die USA und Israel demonstriert die iranische Führung weiterhin militärische Handlungsfähigkeit. Während die Straße von Hormus blockiert bleibt und die Ölpreise steigen, warnt der Machtapparat im Inneren mit drastischen Mitteln vor neuen Protesten.


Blockade der Straße von Hormus: Weltwirtschaft unter Druck

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) halten die strategisch entscheidende Straße von Hormus weiterhin fest im Griff. Laut der Nachrichtenagentur Fars folgt die Kommandozentrale damit einer direkten Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die globalen Energiemärkte in Unruhe versetzt.

US-Energieminister Chris Wright räumte ein, dass die US-Marine aktuell noch nicht in der Lage sei, Öltanker sicher zu eskortieren, da alle Ressourcen auf die Zerstörung der iranischen Offensivkapazitäten konzentriert seien. Er stellte eine mögliche Sicherung der Durchfahrt bis Ende des Monats in Aussicht – eventuell im Rahmen einer internationalen Koalition.

Trump droht mit totaler Vernichtung – Teheran schlägt zurück

US-Präsident Donald Trump verschärfte auf Truth Social seinen Ton und erklärte, das „terroristische Regime“ werde militärisch und wirtschaftlich vollständig vernichtet. Er behauptete, die iranische Luftwaffe und Marine existierten praktisch nicht mehr.

Doch die Realität am Boden zeichnet ein komplexeres Bild:

  • Angriffe auf Israel: In der Nacht wurden bei neuen Raketensalven etwa 30 Personen im arabischen Ort Zarzir verletzt.

  • Verluste der Alliierten: Im Irak wurde ein französischer Soldat bei einem Drohnenangriff getötet, sechs weitere wurden verletzt. Zudem verlor das US-Militär ein Tankflugzeug über dem Irak, wobei die Ursache laut Centcom noch unklar ist.

  • Regionale Instabilität: In Saudi-Arabien wurden Dutzende Drohnen abgefangen; zuvor kam es zu Angriffen auf Treibstofflager in Oman und Bahrain.

Israels Luftoffensive: Über 200 Ziele in 24 Stunden

Das israelische Militär setzt seine Strategie der „Entwaffnung durch Luftüberlegenheit“ fort. Allein am letzten Tag griffen dutzende Kampfflugzeuge 20 Großziele im Westen und Zentrum des Irans an.

„Es wurden Abschussrampen für ballistische Raketen, Verteidigungssysteme und Waffenproduktionsstätten ins Visier genommen“, so die Armee auf Telegram.

Trotz der bisher rund 6.000 angegriffenen Ziele durch das US-Militär und hunderten israelischen Angriffswellen bleibt der iranische Machtapparat funktionsfähig. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bezeichnete Modschtaba Chamenei als „Marionette der Revolutionsgarden“ und bezweifelte öffentlich, ob das iranische Volk aktuell in der Lage sei, das Regime zu stürzen.


Die Lage im Iran: Einschüchterung und Stabilität

Im Inneren des Irans scheint die Führung die Lage trotz des äußeren Drucks unter Kontrolle zu haben. Der Geheimdienst der Revolutionsgarden drohte der Bevölkerung mit „härteren Schlägen“ als bei den vergangenen Protestwellen.

Akteur Status / Position
Modschtaba Chamenei Seit Sonntag im Amt, bisher ohne öffentlichen Auftritt; fordert Rache.
Revolutionsgarden Kontrollieren die Schifffahrt; drohen mit Zerstörung regionaler Energievorkommen.
Israelische Geheimdienste Halten einen kurzfristigen Sturz des Regimes für unwahrscheinlich.

Ausblick: Während Donald Trump ein baldiges Ende des Krieges prophezeit, da es „praktisch nichts mehr anzugreifen“ gäbe, widerspricht die israelische Armee: Die Zielliste sei noch lang. Die Welt blickt nun gespannt auf die angekündigten Versuche der USA, die Blockade am Golf zu brechen.

Geschrieben von: redaktion

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