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In deutschen Flugzeugen könnte künftig weiter unklar bleiben, wer da eigentlich genau mitfliegt. Der Bund hat nämlich einen Vorstoß der Länder abgelehnt, beim Boarding den Ausweis aller Passagiere kontrollieren zu lassen.
Die Innenministerkonferenz hatte sich für verpflichtende Kontrollen ausgesprochen – unter anderem aus Sicherheitsgründen. Bisher wird beim Check-in zwar die Identität geprüft, aber nicht zwingend beim Einstieg ins Flugzeug. Heißt: Wer ein Ticket hat und die Bordkarte vorzeigt, kann in vielen Fällen einsteigen – egal, ob Name und Ausweis wirklich zusammenpassen.
Der Bund argumentiert, die Verfahren der Airlines seien bereits sicher genug – und zusätzliche Kontrollen würden vor allem mehr Aufwand, Kosten und Verspätungen bringen. Kritiker sehen das anders und fordern einheitliche Regeln, ähnlich wie sie etwa bei internationalen Flügen längst üblich sind.
Die Debatte zeigt also: Zwischen Sicherheit, Datenschutz und Praktikabilität muss mal wieder ein Mittelweg gefunden werden. Oder, anders gesagt – die Frage bleibt offen: Wer sitzt da eigentlich neben uns im Flugzeug?
Geschrieben von: redaktion
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