Berlin/Brandenburg

Pilotprojekt zur schulischen MFA-Ausbildung in Brandenburg an der Havel ab August 2023

today2. April 2023

Hintergrund
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Zum 28.08.2023, mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres, startet in Brandenburg an der Havel die theoretische und praktische Ausbildung zum/r Medizinischen Fachangestellten an einem Standort. So beginnt eine attraktive Berufsausbildung mit ausgezeichneten Zukunftsperspektiven an einem überregional bedeutenden Gesundheitsstandort, mit kurzen Wegen zur schulischen Einrichtung und den praktischen Ausbildungsorten.

Dafür schlossen sich auf Initiative der Stadt Brandenburg an der Havel, dem Universitätsklinikum Brandenburg und dem GZB im Rahmen einer Kooperation mit dem Oberstufenzentrum „Alfred Flakowski“ und mit der Unterstützung durch die Landesärztekammer und den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zusammen, um die Ausbildung zum/r Medizinischen Fachangestellten unter neuen und attraktiveren Bedingungen anzubieten.

Künftig sollen je Ausbildungsjahr bis zu 24 Auszubildende zur/m Medizinischen Fachangestellten eine schulische Lehreinrichtung und praktische Ausbildungsorte ohne weite Fahrtwege erreichen, um sich so intensiv auf Ihre Aufgaben in Arztpraxen, Krankenhäusern, Laboren, Gesundheitszentren und Pflegeeinrichtungen vorbereiten zu können.

Steffen Scheller, Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg an der Havel:

Brandenburg an der Havel ist ein wichtiger Gesundheitsstandort mit regionaler Strahlkraft. Mit guten stationären und ambulanten Angeboten sowie Fachärzten und Spezialisten haben wir eine gesundheitliche Infrastruktur geschaffen, die es uns Brandenburgerinnen und Brandenburger ermöglicht, bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben. Aber auch in unserer Stadt ist bereits jetzt der Fachkräftemangel im Gesundheitssektor zu spüren. Junge Menschen entscheiden sich vor allem auch für eine Ausbildung, wenn die Voraussetzungen stimmen. Genau hier setzt das Pilotprojekt aller Beteiligten für die Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten an. An einem Standort schulische und praktische Ausbildung verbinden zu können ist ein attraktives Angebot, um wieder mehr junge Menschen für den Gesundheitsberuf und auch für die Stadt Brandenburg an der Havel als Lebensmittelpunkt zu begeistern.

Gabriele Wolter, Geschäftsführerin des Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel:

Der Ausbildungsberuf zur MFA ist zwei Jahre in Folge der bundesweit beliebteste Ausbildungsberuf bei den Frauen. Es ist ein großer Zugewinn für die zukünftigen Fachkräfte, die Gesundheitsversorger in Brandenburg an der Havel und unsere Patienten nun attraktive Ausbildungsbedingungen für diese Nachfrage bieten zu können.

Felix Richter, Kaufmännischer Geschäftsführer der Gesundheitszentrum Brandenburg an der Havel GmbH:

Die wohnortnahe Kombination aus theoretischer und praktischer Ausbildung stärkt die Nachhaltigkeit der Versorgungsqualität in der Gesundheitsstadt Brandenburg an der Havel und Umgebung“, so. „Das übergreifende Engagement und Bewusstsein aller Beteiligten an diesem Gemeinschaftsprojekt war bemerkenswert. Dieses mündet am 10. Mai 2023 in einem Tag der offenen Tür am Oberstufenzentrum „Alfred Flakowski“, wo sowohl die Schule als auch die potentiellen Ausbildungsbetriebe den Ausbildungsberuf zum/r Medizinischen Fachangestellten vorstellen möchten.

Die Kooperationspartner arbeiten eng zusammen, um zum Start alle notwendigen Voraussetzungen für einen positiven Auftakt und ein zukunftsfähiges Modell zu schaffen. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg würdigt das gemeinsam erarbeitete Konzept durch die Aufnahme des Standorts Brandenburg an der Havel in die Landesschulbezirksverordnung.

Hintergrund

Seit der Gründung der Medizinischen Hochschule Brandenburg „Theodor Fontane“ (MHB) Mitte 2014, mit dem Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel als Initiator und Gesellschafter, gilt Brandenburg an der Havel als überregional bedeutender Gesundheitsstandort. Bereits 2005 wurde die stationäre Gesundheitsversorgung an der Hochstraße um das Gesundheitszentrum Brandenburg an der Havel GmbH (GZB) mit einer umfassenden ambulanten Facharztversorgung ergänzt.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, dem zunehmenden Fachkräftemangel und dem Problem medizinischer Versorgungslücken im Ländlichen ist das naheliegende Konzept wegweisend, um die Ausbildung junger Menschen moderner, komfortabler und attraktiver zu gestalten. Das GZB bildet bereits erfolgreich Medizinische Fachangestellte aus, doch bisher konzentrierte sich das Angebot der schulischen Ausbildung auf den Schulstandort Potsdam. Für Auszubildende aus Teilen des Havellands oder aus Potsdam-Mittelmark wenig ansprechend und mit hohem zusätzlichem Aufwand verbunden.

Wohnortnahe Ausbildung und eine konkrete Perspektive mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung in den unterschiedlichen medizinischen Einrichtungen sind dabei erklärtes Ziel der Kooperation, um in Brandenburg an der Havel Fuß zu fassen. Und dies auch im Sinne einer zukünftig stabilen medizinischen Versorgung von Einwohnerinnen und Einwohnern in einer wachsenden Metropolregion.

Informationen zur Ausbildung der Medizinischen Fachangestellten

Medizinische Fachangestellte sind unverzichtbare Assistentinnen und Assistenten der Ärztinnen und Ärzte. Sie sind heute in Arztpraxen und Krankenhäusern nicht wegzudenken. Die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten dauert in der Regel drei Jahre. Die Auszubildenden werden in der Praxis und im theoretischen Teil auf die vielfältigen medizinischen Tätigkeiten und Verwaltungsaufgaben vorbereitet. Das Aufgabenspektrum umfasst z.B. die Planung und Koordination von Patiententerminen, die Vorbereitung der Patienten, der Geräte und Instrumente für die Behandlung durch die Ärzte und die Mitwirkung bei Diagnosemaßnahmen wie Röntgen oder EKG.

Weitere Informationen

Die Ausbildungsbetriebe informieren auf Ihren Webseiten www.karriere.klinikum-brandenburg.de und www.aerztenetz-brb.de über die Ausbildungsmöglichkeiten.

Das Oberstufenzentrum „Alfred Flakowski“ lädt zudem zu einem Tag der offenen Tür am Mittwoch, dem 10. Mai 2023, von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr ein.

Geschrieben von: redaktion

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