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Auf den internationalen Ölmärkten zeichnet sich weiterhin keine Entspannung ab – im Gegenteil. Der neue oberste Führer des Iran hat angekündigt, die strategisch wichtige Straße von Hormus als politisches Druckmittel zu nutzen. Damit wächst die Sorge vor einer anhaltenden Blockade dieser zentralen Handelsroute, durch die ein Viertel des global verschifften Öls transportiert wird.
Knapp zwei Wochen nach Beginn des Krieges im Iran steht der Ölsektor unter massivem Druck. Angriffe auf Energieanlagen im Persischen Golf und entlang der Route von Hormus haben die Preise auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren getrieben. Im Oman wurden zuletzt Treibstofftanks im Hafen von Salala mutmaßlich von iranischen Drohnen getroffen. Experten gehen davon aus, dass Teheran damit die wirtschaftlichen Folgen des Krieges für seine Gegner erhöhen will.
Die Gefahr für die Schifffahrt wächst: Mehrfach gerieten Tanker unter Beschuss, und es gibt Hinweise darauf, dass der Iran Teile der Meerenge vermint haben könnte. Der Schiffsverkehr in der Region ist nahezu zum Stillstand gekommen – mit erheblichen Konsequenzen für den globalen Ölhandel.
Zwar hatte die Internationale Energieagentur angekündigt, eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freizugeben – insgesamt rund 400 Millionen Barrel –, doch diese Maßnahme zeigte bislang kaum Wirkung. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte in der Nacht erneut auf etwa 102 US-Dollar.
Auch die USA stehen unter Druck: Präsident Donald Trump drohte mehrfach mit militärischen Konsequenzen, sollte der Iran die Straße von Hormus weiter blockieren oder verminen. Zugleich versprach er, Reeder zu versichern und zu schützen. Doch laut Energieminister Chris Wright ist die US-Marine noch nicht bereit, Tanker zu eskortieren – frühestens Ende des Monats könnte es soweit sein.
Finanzminister Scott Bessent sprach derweil von einer internationalen Koalition, die in Vorbereitung sei, um die Sicherheit im Persischen Golf wiederherzustellen. Bis dahin aber bleibt die Lage angespannt – und die weltweiten Energiemärkte in Alarmbereitschaft.
Geschrieben von: redaktion
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