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Kanzler in Washington: Fünf Lehren aus dem Merz-Besuch bei Trump

today6. März 2026 25

Hintergrund
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Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus besucht. Dreieinhalb Stunden dauerte das Date im Oval Office. Und man muss sagen: Zwischen den beiden stimmt die Chemie, auch wenn es inhaltlich gewaltig knirscht.

Es war ein Besuch zwischen Kumpel-Attitüde und knallharter Interessenpolitik. Trump sparte nicht mit Lob für Merz: Ein ‚ausgezeichneter Anführer‘ sei er, das genaue Gegenteil von Angela Merkel – für Trump bekanntlich das größtmögliche Kompliment. Merz scheint nun fest im Club der ‚Lieblingseuropäer‘ des US-Präsidenten angekommen zu sein.

Aber hinter dem Schulterklopfen steckt Kalkül. Beim Thema Iran gab es überraschende Einigkeit: Trump verzichtet auf deutsche Bodentruppen. Ein Aufatmen im Kanzleramt! Doch bei unseren europäischen Nachbarn sieht das anders aus. Trump wetterte heftig gegen Spanien und Großbritannien, weil die beim Iran-Krieg nicht so spurten, wie er wollte. Merz blieb vor den Kameras diplomatisch still – erst hinter verschlossenen Türen soll er für die EU-Partner in die Bresche gesprungen sein.

Richtig ungemütlich wurde es beim Geld. Trump hält an seinen Plänen für weltweite Importzölle von 15 Prozent fest. Seinen Handelsbeauftragten wies er vor laufenden Kameras mit einem fast schon sarkastischen Witz an: ‚Bei Deutschland solltest du besonders hart zuschlagen!‘ – garniert mit einem Klaps auf das Knie des Kanzlers. Merz lächelte das weg, getreu seinem Motto des Tages: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Von 33 Minuten Pressezeit gehörten Merz gerade einmal drei.

Tja, ein Klaps aufs Knie ersetzt eben keine Handelspolitik. Ob der Kanzler beim Thema Ukraine mehr rausholen konnte, bleibt abzuwarten. Merz forderte klipp und klar: Keine Deals über die Köpfe der Europäer hinweg! Trump hörte zu, blieb die Antwort aber schuldig.

Geschrieben von: redaktion

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